Dies ist eine kompakte Übersicht zu Peptide — geschrieben für Leser, die mehr als einen Absatz, aber kein Lehrbuch wollen.
Stand 2026-08-01. Zahlen und Beschreibungen folgen der Fachliteratur und nicht dem Marketingmaterial.
In der Kunst hat das Gesäß seit jeher eine Rolle gespielt. Die erotische Schönheit des weiblichen Gesäßes war schon im antiken Griechenland wichtig, zu sehen etwa bei der Aphrodite Kallipygos oder Venus Kallipygos genannt, mit der Bedeutung die mit schönem Hintern oder die Prachthintrige. Es handelte sich um den Beinamen der Aphrodite beziehungsweise der Venus, der für Statuen und Münzen verwendet wird, die sie nach hinten blickend darstellen. Das Gesäß ist dabei stark betont, und der Blick der Göttin, die als Venus Kallipygos extra die Bekleidung hochzieht, um das Hinterteil freizulegen, zeugt von besonderem Interesse an den Hinterbacken. Das erfolgt eventuell auch in einem kultisch-magischen Zusammenhang (Anasyrma), um Unheil abzuwenden. Seit der Erfindung der Fotografie wurde das Gesäß ebenfalls oftmals ins Zentrum des Betrachters gerückt. Ein Beispiel aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert ist das Buch des französischen Fotografen Jeanloup Sieff. Darstellungen von erotischer Prügelstrafe machen einen großen Teil der viktorianischen Pornografie aus. Heute fasst man erotische Praktiken, die auch Schlagen auf das Hinterteil (auch als Spanking bekannt) enthalten können, als BDSM zusammen. In den 1960er Jahren erreichte die BDSM-Thematik – und damit auch erotisches Spanking – mit Filmen wie Die Geschichte der O und Venus im Pelz ein großes Publikum. Ein besonderer kommerzieller Erfolg war 1986 der Film 9½ Wochen. 2011 und 2012 schrieb die britische Autorin E. L. James die erotische Roman-Trilogie Shades of Grey, ein Bestseller. Die Verfilmung des ersten Teils erschien 2015.
Quellen: de.wikipedia.org
== Schläge auf das Gesäß als Körperstrafe und Sexualpraktik == In etlichen Kulturen wurde das Gesäß auch als primäres Ziel für die körperliche Bestrafung verwendet, da dessen Unterhautfettschicht Schutz vor ernsten Verletzungen bietet und dennoch das Zufügen von Schmerzen erlaubt. Eine gesteigerte Vorliebe für das Gesäß und das Interesse an sexueller Befriedigung kann als erotisierende Handlung ebenfalls zu Hieben führen. Für solch ein erotisches Spanking gibt es bereits Nachweise im Altertum. Die wohl früheste Darstellung erotischen Spankings findet sich im etruskischen Tomba della Fustigazione (Grab der Züchtigung). Das Grab wird an das Ende des 6. vorchristlichen Jahrhunderts datiert. Es handelt sich um eine ca. 4 × 4 Meter große, ausgemalte Gruft, die 1960 entdeckt wurde. Eine Szene auf der rechten Wand gab dem Grab seinen Namen: Auf dieser Wand sind eine Frau und zwei Männer beim Liebesspiel dargestellt, wobei die Frau vorgebeugt ist und von dem einen Mann mit einer Rute, von dem anderen mit der Hand geschlagen wird. Das Schlagen könnte ritueller Natur gewesen sein. Erotische Szenen wie diese hatten den apotropäischen Zweck, Dämonen vom Grab fernzuhalten.
Quellen: de.wikipedia.org
== Ursachen für pygophiles Verhalten == Als pygophil werden nur entsprechend veranlagte Menschen bezeichnet. Diese sexuelle Ausprägung hat evolutionär jedoch tiefere Wurzeln. Sie ist bereits bei Affen anzutreffen und steigert dort ihre sexuelle Aktivität. Beim Menschen entzieht sich die Pygophilie wie auch bei anderen Paraphilien einer vollständigen Erklärung. Die Komplexität des Systems Mensch-Umwelt-Erfahrung-Erziehung ist so hoch, dass sich die Medizin den meisten Bereichen durch Wahrscheinlichkeiten und Hinweise nähert; evidenzbasierte Medizin hat seit den 1990er Jahren an Bedeutung gewonnen. Es gibt allerdings genetische und molekulare Mechanismen, die für das Auftreten von bestimmten Sexualverhalten und speziell der Pygophilie diskutiert werden können, obwohl selbst bei der Homophilie nicht einzelne verursachenden Gene gefunden wurden. Zumindest in dem Bereich, wo es durch Schläge auf das Gesäß auch Verbindungen zu Schmerzempfindungen gibt, lassen sich molekulare Mechanismen als Faktoren für darauf bezogenes sexuelles Verhalten finden. Eltern geben Informationen nicht nur über die DNA-Sequenz, sondern eben auch epigenetisch mit den Spermien und Eizellen an ihre Nachkommen weiter, über biologische Faktoren, die die DNA regulieren. Bei Menschen hat man dies noch nicht nachgewiesen, aber bei Mäusen. Schweizer Forscher zeigten, dass ein Trauma in der Kindheit tatsächlich lebenslang die Zusammensetzung des Blutes beeinflusst und dass diese Veränderungen auch an die Nachkommen vererbt werden.
Quellen: de.wikipedia.org
Andere Forscher fanden heraus, dass der Neurotransmitter Dopamin über seine Aufgabe als Signalüberträger hinaus eine epigenetische Funktion hat. Bei Ratten stellte man fest, dass Dopamin das Drogensuchtverhalten kontrollieren kann. Langfristiger Kokainkonsum verändert neuronale Schaltkreise in der Belohnungsbahn des Gehirns. Dazu müssen Gene ein- und ausgeschaltet werden, um die notwendigen Proteine zu erzeugen – ein epigenetischer Prozess. Dopamin spielt auch bei der Schmerzempfindung eine wichtige Rolle. Demnach bilden sich bei Kindern, die öfters Körperstrafen erhielten, in einem bestimmten Hirnareal weniger Dopaminrezeptoren aus. Das Dopaminsystem ist eng verbunden mit Lustempfindung. Normalerweise soll das Dopaminsystem also vielfältig aktivierbar sein. Kinder, die öfters geschlagen werden, entwickeln aber einen Dopaminrezeptor-Mangel, sodass ihr Lustsystem empfänglich für stärkere Reize wird. Eine wissenschaftliche Befragung von 152 Personen, die für sich Praktiken des Sadomasochismus reklamierten – bei dem Spanking ein Teilgebiet darstellt –, ergab, dass 22 % als Kind missbraucht oder mit Gegenständen geprügelt worden waren. 78 % allerdings gaben an, dieses Interesse von sich aus (intrinsisch) oft schon in Kindes- und Jugendjahren entwickelt zu haben. Als Gründe für ihr Erwachsenenverhalten gaben in derselben Studie von diesmal 227 Befragten 46 % an, das Spielen mit zwischenmenschlicher Gewalt zu mögen (Dominanz, Unterwerfung). 37 % wollten schmerzhafte Reize.
Quellen: de.wikipedia.org
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